{"id":7,"date":"2015-12-22T10:58:11","date_gmt":"2015-12-22T09:58:11","guid":{"rendered":"http:\/\/www.mvgrenzland.at\/?page_id=7"},"modified":"2015-12-22T13:26:54","modified_gmt":"2015-12-22T12:26:54","slug":"chronik","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/www.mvgrenzland.at\/?page_id=7","title":{"rendered":"Chronik"},"content":{"rendered":"<div id=\"pl-7\"  class=\"panel-layout\" ><div id=\"pg-7-0\"  class=\"panel-grid panel-no-style\" ><div id=\"pgc-7-0-0\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-7-0-0-0\" class=\"so-panel widget widget_text panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"0\" ><h3 class=\"widget-title\">Gr\u00fcndungsgeschichte:<\/h3>\t\t\t<div class=\"textwidget\">Es gab nach dem Krieg in Rattersdorf und in Mannersdorf zahlreiche kleine Ensembles. Diese k\u00fcnstlerische Vielfalt f\u00fchrte jedoch zu einem Kleinkrieg der Gruppen. Eigentlich m\u00fcsste man diesen B\u00fcrgerkrieg ja als einen Gro\u00dfkrieg bezeichnen. Denn fast jedesmal hatte so eine Auseinandersetzung zur Folge, dass eine Gro\u00dfe Trommel zerfetzt wurde. Versch\u00e4rft wurde die Situation zus\u00e4tzlich durch den Umstand, dass manche impulsive Gro\u00dftrommler auch in Friedenszeiten durch zu heftiges Schlagen der Tambur Grande diese durchschlugen. Dies erzeugte eine sehr pr\u00e4kere Situation, da die Musiker in dieser Zeit ja noch mit Naturalien ausbezahlt wurden (dem Doppler, der in der Mitte der Musikanten plaziert wurde und dem Bauernschmaus nach verrichtetem Kunstmundwerk). Anlass f\u00fcr die Gr\u00fcndung des Musikvereins im Jahre 1967 war also, dass es in der ganzen umliegenden \u201cGmuan\u201d nur mehr eine gro\u00dfe Trommel gab und sich die Vernunft ( man wei\u00df nicht woher sie kam ) durchsetzte. Man vereinte also die Musikanten der verschiedenen Gruppen, suchte sich den sanftesten Gro\u00dftrommler und schickte die restlichen Diletanten in die vorzeitige Pension oder f\u00fchrte sie einer Umschulungsma\u00dfnahme zu. Dadurch wurden einige neue Register formiert, die insgesamt eine harmonische Begleitung ergaben. Die Gesamtleitung diese Unternehmens hatte der Mannersdorfer Johann Hotwagner \u00fcbernommen (welch ein Mut!). So kam es also, dass man wegen der Gro\u00dftrommler, die ja nicht einmal Musikanten sind, den Musikverein Grenzland gr\u00fcndete.<\/div>\n\t\t<\/div><\/div><\/div><div id=\"pg-7-1\"  class=\"panel-grid panel-no-style\" ><div id=\"pgc-7-1-0\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-7-1-0-0\" class=\"so-panel widget widget_text panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"1\" ><h3 class=\"widget-title\">\u00c4ra Johann Hotwagner<\/h3>\t\t\t<div class=\"textwidget\">Man war auch bald sehr erfolgreich. \u00c4ltere Kollegen berichten, dass man in einer Kooperation mit dem Musikverein Piringsdorf bei einem Blasmusiktreffen in Lackenbach ein ganzes 100l-Weinfass ( \u00fcber den F\u00fcllungsraum des Weinfasses gibt es unterschiedliche urkundlich bzw. m\u00fcndliche Angaben ) beinahe zur Wiederbef\u00fcllung vorbereitete. Allerdings fand sich nach der Leerung des Fasses niemand mehr, der dasselbe bestiegen, sich draufgesetzt und durch Schwefeld\u00fcfte desinfiziert h\u00e4tte (der Spund befand sich am h\u00f6chsten Punkt). Auch sonst trotzte man den Widerwertigkeiten der Umwelt. Als bei einem Wertungsspiel im Freien sich die Noten vom Wind hinrei\u00dfen lie\u00dfen, bedurfte man nicht erst einer Anweisung des Kapellmeisters Johann Hotwagner (wie dies durch das Kommando \u201cInstrumente fallen lassen!\u201d in der Nachbarkapelle D\u00f6rfl \u00fcblich war), um gemeinsam aufzuh\u00f6ren. Nein, man stand geschlosssen auf und wandte sich der zweiten Hauptt\u00e4tigkeit des Musikanten zu (leider ist der F\u00fcllungsraum dieses Weinfasses urkundlich nicht mehr \u00fcberliefert). Es kam schon auch mal vor, dass der \u201cAloholkonsum\u201d zu manch unbedachter Handlung f\u00fchrte. So berichten die Urkunden von einem Bassisten, der beim Aussteigen aus dem Autobuss alle Stiegen auf einmal nehmen wollte. Die Folge war, dass er binnen k\u00fcrzester Zeit von einer vertikalen (naja eigentlich schiefen) in eine horizontale Lage wechselte. Dass dieser Vorfall einen glimpflichen Ausgang fand, verdankt der Musiker der Tatsache, dass er es beim Einsteigen nicht mehr geschafft hatte, sich von dem seinen K\u00f6rper umschlie\u00dfenden Bassbaritons zu befreien und derselbe den Aufprall abfederte.<\/div>\n\t\t<\/div><\/div><div id=\"pgc-7-1-1\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-7-1-1-0\" class=\"so-panel widget widget_text panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"2\" ><h3 class=\"widget-title\">\u00c4ra Adolf Rosner<\/h3>\t\t\t<div class=\"textwidget\">Nach einem sehr harmonischen Wechsel vom Gr\u00fcndungskapellmeister Johann Hotwagner zum Rattersdorfer Kapellmeister Adolf Rosner, der auch heute noch durch sein Saxophonspiel den Tonk\u00f6rper verfeinert, setzte sich auch in Rattersdorf und Mannersdorf der Jazz durch. Manche Musiker wandten sich dem \u201cKira-Jazz\u201d zu. In Mannersdorf, das sich schon immer durch k\u00fcnstlerische Sonderwege auszeichnete (man erinnere sich des besonderen Vibrationstones, der hierzulande eine besondere Auspr\u00e4gung fand), entwickelte sich eine Sonderform des Free-Jazz, in Mannersorf Freh-Tsch\u00e4\u00df genannt. Diese Abart der Blasmusik zeichnete sich durch eine besondere Tongebung und die sehr impulsive Dynamik aus (von einem sehr luftigen Ton bis hin zu einem explosiven, dann n\u00e4mlich, wenn die Trompete ansprach). Auch in Liebing fanden sich einige Anh\u00e4nger dieser Blastechnik.<\/div>\n\t\t<\/div><\/div><div id=\"pgc-7-1-2\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-7-1-2-0\" class=\"so-panel widget widget_text panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"3\" ><h3 class=\"widget-title\">\u00c4ra Anton Draskovits<\/h3>\t\t\t<div class=\"textwidget\">Groteskerweise war es der junge, ehrgeizige und aufstrebende Liebinger Kapellmeister Anton Draskovits, der dieser Musikrichtung ein abruptes Ende bereitete. Dies nahmen ihm einige Sympatisanten des Freh-Tsch\u00e4\u00df sehr \u00fcbel, sodass er das Zepter an seinen Bruder Helmut Draskovits weitergeben musste. W\u00e4hrend die eine Draskovits\u00e4rea \u2013 A.D. \u2013 sein Ende fand, begann nun die Zeit des H.D. In diesem Zeitalter, das man durchaus als ein erfolgreiches bezeichnen kann, befinden wir uns jetzt. Man bewegt sich nun auf neue H\u00f6chstleitungen zu. Allerdings hat sich die Ma\u00dfeinheit ver\u00e4ndert (Kr\u00fcgerl oder Flaschl). Auch versucht man die Mengen urkundlich nicht nachweisbar zu machen (dies stellt eine neue Herausforderung f\u00fcr den Chronisten dar). Allerdings ist eines gleich geblieben (v.a. in Mannersdorfer Tradition): Auch wenn wir des Gehens, Stehens und Schauens nicht mehr m\u00e4chtig sind, Spielen k\u00f6nnen wir in jeder Lage, wie dies wiedereinmal sehr eindrucksvoll beim letzten Blasmusiktreffen in Pilgersdorf bewiesen wurde. K\u00fcnstlerisch zeichnet sich unsere Zeit durch eine ziemliche Vielfalt aus. Auch werden diverse Ensembles mit unseren Musiken verst\u00e4rkt, sei es die Milt\u00e4rmusik, Brassorchester (anderes Wort f\u00fcr Blasmusi) oder die heimischen Sternsinger.<\/div>\n\t\t<\/div><\/div><\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es gab nach dem Krieg in Rattersdorf und in Mannersdorf zahlreiche kleine Ensembles. Diese k\u00fcnstlerische Vielfalt f\u00fchrte jedoch zu einem Kleinkrieg der Gruppen. Eigentlich m\u00fcsste man diesen B\u00fcrgerkrieg ja als einen Gro\u00dfkrieg bezeichnen. Denn fast jedesmal hatte so eine Auseinandersetzung zur Folge, dass eine Gro\u00dfe Trommel zerfetzt wurde. 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